Standpunkt – Pro und Contra

Pro und CONTRA Haus im Wald

Dies ist eine Übersicht über die Argumente PRO „Haus im Wald“ von der Else Kröner-Freseniusstiftung und die Gegenargumente CONTRA „Haus im Wald“ der Bürgerinitiative „KEIN HAUS IM WALD“.

Haltung des Bauherren:
Else Kröner-Freseniusstiftung
Gegenargument der Bürgerinitiative KEIN HAUS IM WALD
Wir möchten etwas für Schmitten tun und nicht dagegen, im Vordergrund steht der Respekt vor Natur und Umwelt und dem Interesse der Bürger.Das Anwesen wird im Wesentlichen von Seminarteilnehmern genutzt. Ein Nutzen für Schmitten kann nicht erkannt werden. Durch den Bau und Betrieb entstehen keine weiteren Arbeitsplätze. Der zusätzliche wirtschaftliche Nutzen für Schmitten ist sehr gering.
Es gibt keine natürliche Nachfrage für die Seminardurchführung oder private Aufenthalte an dem geplanten Standort. Die geplante Belegung könnte für Seminarteilnehmer und Wissenschaftler in bestehenden Örtlichkeiten, die besser geeignet und erreichbar sind, platziert werden.
Die geplante exklusive gewerbliche Nutzung durch Seminargruppen und Wissenschaftler lässt keine Nutzungsmöglichkeit für Schmittener erkennen.
Auslastung: Wir gehen von 150 bis 200 Tagen aus. Nur jede Woche bis alle 14 Tage findet ein Tagesseminar statt.Das Haus soll nur zu 50% genutzt werden. Das ist eine Verschwendung von Stiftungsgeldern und Ressourcen. Der Bau entspricht nicht dem Stiftungszweck. Es sollen medizinische Projekte direkt gefördert werden.

Das Bauvorhaben ist ökologisch und ökonomisch unsinnig. Durch das kleine Baufenster vorgegebene Einschränkungen verhindern eine ausreichende Anzahl von Räumlichkeiten und bedarfsgerechte Ausstattung.
Der zusätzliche Straßenverkehr wird auf 1.000 Fahrten pro Jahr geschätztAllein die Tagesseminare verursachen zusätzliche 1.200 Fahrten pro Jahr. Weiterer Verkehr entsteht durch eventuelle Übernachtungsgäste, Reinigung, Anlieferung, Müllabfuhr, Catering etc. Zwischen 3.000 und 5.000 Autofahrten kommen pro Jahr zusammen, die sich auf Morgen- und Abendstunden konzentrieren.
Die Wege sollen im Rahmen des Baus nicht ausgebaut werden.Das ist unrealistisch. Die Zufahrt über Freseniusstraße und Am Kohlberg ist jetzt schon bei Regen sehr stark ausgewaschen. Die Wege sind aufgeschüttet und halten einer erhöhten Belastung nicht Stand. Wir befürchten weiterhin, dass die Zuwege von über 1 km Länge deutlich stärker befestigt und versiegelt werden müssen.
Es werden keine Bäume gefällt.Es müssen Bäume gefällt werden, um die geplanten Baumaßnahmen umsetzen zu können. Wir fragen uns weiterhin, warum so viele Bäume markiert sind (verschiedene Markierungen: Striche und Kreuze) und die Architektenzeichnung einen freien Blick auf den Feldberg zeigt.
Die Bausubstanz ist nicht mehr zu retten.Das Anwesen wurde als Wochenend- und Jagdhaus konzipiert. Die damalige Bauweise lässt eine langfristige Benutzung nicht zu. Nach dem Tod von Else Kröner wurde das Haus seitens der Testamentsvollstrecker dem Verfall überlassen. Ein Interesse an der weiteren Nutzung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung bestand nicht. Die Bauruine könnte – ähnlich dem Jagdhaus von Opel im Weihergrund, Neu-Anspach – sicher eingezäunt werden und so den Eigentümer vor Haftung schützen. Da derweil kein Denkmalschutz besteht, könnte ein Abriss und eine Renaturierung durchgeführt werden. Ein Denkmal mit Infotafel könnte z.B. an Else Kröner und ihr Wirken erinnern oder eine Restaurierung des Hauses könnte es zum Baudenkmal machen. Die Nutzungsänderung vom Wochenendhaus zum Gewerbebetrieb mitten im Wald ist nicht akzeptabel.
Das Haus soll Else Kröner würdigen.Das Haus wurde von Dr. Eduard Fresenius 1912 als Jagdhaus gebaut und war NICHT der Lebensmittelpunkt der Familie Kröner. Das Haus war einer von mehreren Rückzugsorten.
Es ist keine für alle Menschen gedachte Gedenkstätte vorgesehen sondern für einen exklusiven Personenkreis vorgesehene Räumlichkeiten für geschlossene Seminare und Übernachtungen. Eine Gedenkstätte findet unsere Zustimmung.
Die Anwohner werden nichts hören – der Wald schluckt den Verkehrslärm.Das der Wald den Verkehrslärm „schluckt“ ist leider nicht korrekt. Daher wurde ja auch bereits von der Feldberginitiative ein Fahrverbot für Motorräder angestrebt, weil der Lärmpegel deutlich zugenommen hat. Wie sehr der Wald Lärm schluckt, wenn der Ort ringsum von Hängen umgeben ist, das erleben wir in Schmitten von März bis Oktober, wenn der Auto- und Motorradlärm unser Dorf dominiert.

Abschätzung Verkehrsaufkommen im Betrieb „Haus im Wald“

Hinzu kommt noch der Baustellenverkehr für Abriss und Neubau: mindestens ein Jahr ist als Bauzeit veranschlagt.

Update 29. Mai 2019

Bei der Abschätzung des Verkehrsaufkommen ist uns leider ein Fehler passiert. Wir hatten die 175 Einkaufsfahrten der Appartmentnutzer doppel gezählt. Dadurch entfallen in der korregierten Abschätzung 350 Hin- und Rückfahrten.