Der Bürger als Störfaktor

Schmitten 17.07.2019: Sollen Bürgervertreter gewählt werden, ist jede Stimme herzlich willkommen. Sollen die Interessen der Bürger vertreten werden, tut man sich schwer. Es ist schon sehr enttäuschend, dass alle Argumente der BI Kein-Haus-Im-Wald vom Tisch gewischt und als „zumutbare Belastung“ abgetan werden. Einziges Gegenargument der Gemeindevertreter: „Das Seminarhaus ist eine Bereicherung für Schmitten und für die Wissenschaft“. Die Gemeindevertreter setzen sich mit keinem einzigen Argument der BI sachlich und inhaltlich auseinander. Den Argumenten der EKFS wird uneingeschränkt und kritiklos Glauben geschenkt. Wir möchten daran erinnern, dass die EKFS in Schmitten keine Steuern bezahlt. Schmitten verschenkt Natur.  

Wenn die Gemeindevertreter das Bauvorhaben als Bereicherung sehen, wie sieht denn die Bereicherung konkret für die Bürger von Schmitten aus? Hier gibt es keine Antwort, da die Gemeindevertreter diese nicht kennen und all ihre Antworten von der EKFS vorgegeben bekommen. Unabhängige Politik sieht anders aus. 

Interessant ist auch die Auffassung der Gemeindevertreter, dass sie alles tun werden, die Interessen der EKFS umzusetzen: „Im Rahmen der notwendigen Beschlüsse der Gemeindevertretung werden die Fraktionen sicherstellen, dass dies so umgesetzt wird“. Ein klares Statement, das die Interessen der Bürger nicht zählen, und nur die eigenen Interessen umgesetzt werden. Offener und sachlicher Dialog sieht anders aus. 

Mit diesem Verhalten erweisen die Gemeindevertreter dem Kampf gegen die Politikverdrossenheit einen Bärendienst. Meine Bedenken als Bürger werden nicht ernst genommen.  Sachliche Argumente werden von der Politik mit inhaltslosen, allgemeinen Standpunkten vom Tisch gewischt. Inhaltliche Auseinandersetzung sieht anders aus!