Erschließung

Am 6. April 2022 starteten die Bau-Aktivitäten für das „Haus im Wald“. Trotz der vom BUND eingelegten Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes ist sich die EKFS scheinbar sehr sicher, dass sie bauen dürfen wird und startet mit den Erschließungsarbeiten.

Verbotener Schnitt von Büschen

Die erste Aktivität, die Anwohner am 6. April wahrnehmen, ist, dass am „Kohlberg“ Hecken heftig zurück geschnitten und sogar auf Stock gesetzt werden. Auf das Verbot eines solchen Schnitts angesprochen, erfährt der fragende Anwohner, dass eine „Ausnahmegenehmigung vorliege“ und dass dieser Schnitt notwendig sei, „damit die LKW besser wenden können„.
Unglaublich! Die willfährige Behörde missachtet dabei das im Bundesnaturschutzgesetz geregelte Verbot, zwischen 1. März und 30. September (Brut- und Setzzeit)) Bäume und Büsche zu schneiden?

Verbotene Schnitt- und Fällmaßnahmen der Gemeinde Schmitten
Verbotene Schnitt-Maßnahmen der Gemeinde Schmitten mitten in der Brut- und Setzzeit.
Schnitt- und Fällmaßnahmen der Gemeinde Schmitten
Verbotene Schnitt-Maßnahmen der Gemeinde Schmitten mitten in der Brut- und Setzzeit.

Einrichtung der Baustelle

Am 12. April wird die Baustelle zur Erschließung des „Haus im Wald“ am oberen Ende der Freseniusstr. eingerichtet.

Unglaublich aber ebenfalls wahr: Neben diversen Baucontainern wird ein 2.900 Liter Dieseltank genau über einem Wasserlauf aufgestellt! Hier werden also in der nächsten Zeit die Baustellenfahrzeuge betankt und der für den Bau benötigte Diesel bevorratet.
Unter dem Tank wird nicht einmal eine Auffangwanne platziert.
Wenn beim Betanken der Baustellenfahrzeuge oder beim Nachfüllen dieses Tanks Diesel aus- oder daneben läuft, ist dieser sofort im Boden des Feuchtbiotops, landet direkt danach in einem gesetzlich geschützten Biotop und wenige Minuten später in der Weil!

Der regionale Flächennutzungsplan weist diese Fläche als „Ökologisch bedeutsame Flächennutzung mit Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden Natur und Landschaft“ aus, mit dem Zusatz „Vorbehaltsgebiet für Natur und Landschaft„. Und direkt unterhalb, in Fließrichtung des Wasserlaufs, befindet sich ein gesetzlich geschütztes Biotop.

Wie kann es angehen, dass die Aufstellung des Dieseltanks und Einrichtung der Baustelle an diesem Ort von der (Klima-) Gemeinde Schmitten genehmigt wird?
Wo sind die EKFS und der Herr Prof. Madeja, die sich doch angeblich so sehr für den Umweltschutz und die Biotope engagieren?

Baustelle mit 2.900 Liter Dieseltank am Panoramaweg oberhalb der Freseniusstrasse.
Dieseltank über Wasserlauf
Position des 2.900 Liter Dieseltanks über dem Wasserlau

Sperrung des Wanderwegs

Die Baustelle wird direkt vor Ostern eingerichtet und es wird mit den ersten Arbeiten begonnen. Dazu wird der Weg, Verlängerung der Freseniusstrasse hoch zum „Weißen Stein“, einfach komplett abgeriegelt. Auch der Panoramaweg , der oberhalb der Freseniusstr. lang führt, wird durch die Baustelleneinrichtung (Dieseltank etc.) einfach abgesperrt, auch wenn man ohne Probleme an den Baucontainern vorbei käme.
Für die Wichtelwanderer gibt es eine ausgeschilderte Umleitung, aber auch nur für den. Dass es aber entlang der Sperrung auch noch andere Wanderwege gibt, die nun blockiert sind, scheint in der Gemeinde niemanden zu stören.

Fortsetzung folgt…